Galileo Galilei (1564-1642) schaute durch ein Fernrohr in den Himmel und entdeckte, dass die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel ist. Diese Entdeckung und Behauptung passte nicht ins Weltbild des Klerus und es wurde ihm der Prozess gemacht, obwohl etliche Gelehrte der gleichen Ansicht waren.
Im 20. Jahrhundert meinten wichtige Landesfürsten und DB-Oberen, dass der Stuttgarter Hauptbahnhof dringend unter die Erde müsse. Somit könne man auf der freigewordenen Fläche mit Beton und Immobilien viel Geld verdienen. Um dieses gigantische Vorhaben dem Bürger schmackhaft zu machen, versprach man kurzerhand, dass der neue Tiefbahnhof ein Vielfaches mehr an Leistung erbringen würde.
Im Übergang ins 21. Jahrhundert beweisen redliche Bürger, dass diese Aussage der Anfang einer unendlichen Betrugs- und Lügengeschichte zur Realisierung des Projektes war. Aufgedeckt haben diese Lügen ehrbare, an ihrer Stadt und Umwelt interessierte Bürger. Diese Gemeinschaft hat sich zu einer landesweiten Bewegung entwickelt, welche in ihrer Vielfalt, Kreativität und ihrem Können wohl einmalig geworden ist.
Die Landes und DB-Oberen sehen dadurch ihre sogenannte Fortschrittsvision in Gefahr. Aus diesem Grund versuchen die Politik, die DB und die Lobby diese Bewegung zu kriminalisieren und durch drastische Fakten wie Park- und Denkmalzerstörung mundtot zu machen. Unterstützt durch alle unredlichen Mittel der Macht, des Geldes und der Propaganda.
Die Geschichte wiederholt sich…
Initiative: Baden unterstützt: Oben bleiben! Kein Stuttgart 21!
Nach allen bekannten Meldungen und Berichten soll heute Abend oder Nacht, Dienstag, der 14.02.2012, begonnen werden mit der Absperrung des Parks, der Räumung des Zeltdorfes, der Fällung der großen Bäume und Versetzung einiger kleiner Bäume. Deswegen sind um 19:30 die Sternmärsche, ab 20:00 die Kundgebung und anschließend der Abend und die Nacht im Park angesetzt. Kommt, wenn ihr es einrichten könnt! JETZT ZÄHLTS!
Es wird ernst! Für nächste Woche ist mit der Räumung des Schloßgartens und der Fällung aller großen Bäume (ein paar kleine versetzt man als Alibi…) ganz akut zu rechnen, geschützt durch ein gigantisches Polizeiaufgebot. Am Vorabend des vermeintlichen Beginns der Arbeiten gibt es eine große Demo mitsamt Sternmärschen! Bitte kommt alle und setzt ein kraftvolles, deutliches, friedliches Zeichen gegen diesen zum aktuellen Zeitpunkt überflüssigen Irrsinn, der nicht wiedergutzumachen ist! Ganz abgesehen davon: in der “Schlichtung” wurde festgelegt, dass alle Bäume bis auf schwer kranke erhalten bleibe… Wir bleiben Oben!
Heute, am 30.01.2012, fand erneut ein trauriges Kapitel im Zuge der S21-Farce statt: die Bahn hat die ersten Steine des Südflügels angeknabbert und die Zerstörung begonnen, ohne dass es dafür eine Notwendigket oder gar zeitliche Zwänge gäbe.
Dagegen waren die ganze Nacht bis zu 500 Menschen am Südflügel versammelt und haben ein deutliches Zeichen gesetzt. Abends dann fand die inzwischen 109. Montagsdemo gegen dieses unsägliche Projekt statt, und es kamen um die 5.000 Leute zu einer imposanten und beeindruckenden Demo zusammen.
Was uns in den nächsten Tagen und Wochen blüht vermag man sich kaum auszumalen. Augemachtes Ziel der Bahn scheint es schlicht zu sein, möglichst viel verbrannte Erde zu hinterlassen. Denn wirklich bauen kann sie nicht, dafür fehlen ihr nicht nur Genehmigungen, sonder sogar die Auftragnehmer, die das umsetzen wöllten!
Die Rede von Pfarrerin Guntrun Müller-Enßlin hat meiner Meinung nach das aktuelle Stimmungs- und Gefühlsbild mehr als auf den Punkt gebracht, von daher hier das Video und die Abschrift, wie sie bei www.bei-abriss-aufstand.de zu finden ist:
Liebe Freundinnen und Freunde,
es ist Ende Januar, die Narren holen ihr Häs aus dem Schrank und auch in der Politik ist Narrenzeit.
Am Südflügel wird seit heute Mittag denkmalgeschützte Bausubstanz zerstört; die noch größere Untat der Schlossgartenrodung steht kurz bevor. Das was zwei Weltkriege, was Notzeiten mit Holzknappheit und was selbst der Götzendienst am grotesken Ideal der autogerechten Stadt in den 50er Jahren nicht vermocht haben, das soll nun ohne Not vollzogen werden in einer Zeit, in der bereits ein Umdenken in Sachen Umwelt und Naturschutz eingetreten ist und selbst die CDU die Ökologie als Thema für sich entdeckt hat.
Als sei das der Tollheit noch nicht genug, so wird diese Narrenposse ausgerechnet von einer Regierung durchgesetzt, die sich behutsamen Umgang mit Ressourcen, gezielte Investitionen in erneuerbare Energien, Ökologie, Bildung und Soziales in ihr grünes Programm mit der netten gelben Sonne geschrieben hat. Närrischer geht’s nicht. Nur schade – das Lachen bleibt uns dabei im Hals stecken.
Denn unser Schlossgarten mit seinen prachtvollen mehrhundertjährigen Riesen, den Platanen, Kastanien, Robinien, Eichen, Buchen und der Blutbuche, dieser Schlossgarten ist etwas vom Schönsten und Wertvollsten, was wir in Stuttgart haben. Es blutet einem das Herz angesichts der offenbar durch nichts mehr aufzuhaltenden finalen Barbarei inmitten unserer Stadt. Wer sich in unserer gnadenlosen Wettbewerbsgesellschaft auch nur einen Rest Menschlichkeit und Respekt vor unserem Kosmos und seinen Geschöpfen bewahrt hat, der blickt fassungslos auf die eiskalte schamlose Geschäftsmäßigkeit, mit der die Projektinitiatoren das Räderwerk zum Vollzug dieses Naturfrevels ablaufen lassen, so als ginge es nicht um jahrhundertealtes Gewachsenes, mit dessen Zerstörung wir uns selber die Lebensader durchtrennen. Skandalös ist es, dass es möglich sein soll, die Instrumente unserer Demokratie zur Durchsetzung einer solchen bodenlosen Dummheit zu missbrauchen. Wie ist es um die Tauglichkeit eines Rechtsstaats zum Wohl der Menschen bestellt, wenn man zulassen muss, dass einem kollektiven Organismus, zu dem man selber gehört, die Lunge herausgeschnitten wird, nur weil ein Teil unserer Bevölkerung sich dafür ausgesprochen hat, in Zukunft ohne Lunge leben zu wollen? Der Kahlschlag an jenem traurigsten aller Tage wird denn auch vollumfänglich sein und in unserer Stadt weit mehr zerstören als den intakten Schlossgarten.
Nach Wochen gespenstischen Schweigens vonseiten unserer gewählten Regierungsvertreter zu all dem, was hier seine Schatten voraus wirft, erreichte uns gestern eine Antwort von Ministerpräsident Kretschmann auf einen kurz nach Weihnachten geschriebenen offenen Brief aus unseren Reihen.
Nach dem Lesen dieser Antwort des Ministerpräsidenten habe drängt sich der ebenso niederschmetternde wie alarmierende Eindruck auf: Hier setzt jemand einen so genannten Mehrheitsentscheid absolut, sei er auch noch so offensichtlich zum irreparablen Schaden einer Bevölkerung. Begriffe wie Wahrheit und Lüge werden zur Beliebigkeit weichgespült und als Folge davon werden alle vernünftigen und stichhaltigen Sachargumente gegen Stuttgart 21 zum Ausverkauf freigegeben. Da kann man nur noch sagen: Eine solche Denke ist die sichere Einbahnstraße, auf der wir unseren Planeten auf dem kürzesten Weg vollends an die Wand fahren – alles schön buchstabendemokratisch legitimiert, damit es auch seine Ordnung hat – und Sie, Herr Kretschmann, haben dazu beigetragen.
Wir Gegner von Stuttgart 21 sagen: Es ist verheerend und absolut unzulässig, wenn man zugleich mit dem Ausgang des Volksentscheids sein Gewissen mitsamt dem gesunden Menschenverstand wie einen alten Hut an den Nagel hängt.
Ich weiß nicht, ob sich unsere Regierung vorstellen kann, was in Stuttgart los sein wird, wenn der Park angetastet wird. Die Menschen werden sich niemals mit der Verstümmelung im Herzen ihrer Stadt abfinden. Die Fällungen werden bei den Mitstreitern gegen S21 eine offene Wunde hinterlassen, und die mit Billigung unserer grünen Landesregierung begangene Untat wird niemals verziehen und vergessen werden. Wir sagen Ihnen voraus: Der Makel der Schlossgartenrodung wird für alle Zeit nicht nur an Ihrer grünen Partei, sondern insbesondere an der Person und dem Namen von Ihnen, Herr Ministerpräsident Kretschmann, kleben bleiben. Er wird da kleben bleiben wie Pech und sehr zum Wohlgefallen der Projektinitiatoren, die Ihnen den Schwarzen Peter zuschieben konnten, noch dazu mit dem für sie angenehmen Nebeneffekt, die Bewegung der Obenbleiber und die GRÜNE Landesregierung zu spalten und gegeneinander auszuspielen. Aber auch der Schaden für Ihre eigene Partei wird beträchtlich sein. Man braucht kein Prophet zu sein, um vorherzusagen, dass sich eine Partei, die bei der erstbesten Belastungsprobe ihre Inhalte über Bord kippt und sich zum Papiertiger degradiert, in Zukunft keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen wird. Und ich wette, auch das machtpolitische Kalkül von Frau Künast in Berlin, die auf eine grünrote Koalition auf Bundesebene im Wahljahr 2013 schielt, wenn nur hier in Baden-Württemberg die Koalition hält, wird nicht aufgehen.
Die Appelle an unsere Regierung haben in diesen Tagen inflationäre Ausmaße angenommen. Trotz der Befürchtung, dass sie ungehört verhallen, weigere ich mich derzeit noch, alle Hoffnung fahren zu lassen. Und appelliere somit noch einmal an die Adresse der grünen Fraktion und des Ministerpräsidenten: Machen Sie sich nicht mit dem Schlossgarten-Kahlschlag die Finger schmutzig! Machen Sie sich nicht zu Handlangern der Betreiber- und Befürworterseite! Diese wollen Sie nur zu gern in der Rolle der Exekutoren jenes miesesten aller Jobs im Vorfeld ihres Bauvorhabens sehen. Trauen Sie sich, aus dem perfiden Spiel eines machtbesessenen Konzerns auszusteigen, der mit der Egozentrik eines außer Rand und Band geratenen Kinderzimmertyrannen um sich schlägt. Ihnen wird am Ende nur die zweifelhafte Ehre bleiben, die Scherben zusammenzufegen, wenn alles kaputt ist.
Bauen Sie nicht darauf, dass der Protest der Obenbleiber aufhören wird und Sie als Regierungskoalition Ruhe bekommen, wenn im Schlossgarten erst die Bäume geopfert sind. Bewegungen wie die unsere finden nur aus einem einzigen Grund ein vorzeitiges Ende: dann nämlich, wenn offenbar wird und man zugeben muss, dass man sich in der Sachlage getäuscht hat. Das aber ist bei uns absolut nicht der Fall. Uns macht jeder Tag sicherer, dass wir uns nicht täuschen. Jeder Tag bringt uns aufs Neue die Bestätigung, dass Stuttgart 21 ein miserabel geplantes Projekt von lausiger Qualität ist mit einem Rattenschwanz von Fehlern und Mängeln, der kein Ende nimmt. Wenn Sie also meinen, die Schaffung unumkehrbarer Tatsachen werde unseren Widerstand schon zum Erlöschen bringen, dann kennen Sie uns schlecht.
Das Gegenteil wird der Fall sein. Die Schlossgartenrodung wird der Paukenschlag sein, der unsere Bewegung noch enger zusammenschweißt. Verlassen Sie sich darauf: Sie werden uns nicht los, es sei denn, das Projekt stirbt, und dieses Projekt wird sterben. Bis dahin sagen wir weiter: Wir bleiben mutig, wir bleiben zusammen, wir bleiben oben!
Quelle: www.bei-abriss-aufstand.de (Rede von Guntrun Müller-Enßlin auf der 109. Montagsdemo am 30.01.2012)
Nachdem der Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs inzwischen abgesperrt ist und der Abriss konkret droht, obwohl dazu derzeit keinerlei Notwendigkeit besteht, findet am Samstag, 21.01.2012 um 14:30 wieder eine Großkundgebung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 unter dem Motto “Neue Fakten klären – statt Fakten schaffen” vor dem Hauptbahnhof in Stuttgart statt. Wir fahren wieder gemeinsam ab Karlsruhe.
Programm:
Redner:
Hans D. Christ (Leiter des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart)
Peter Pätzold (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stutgarter Gemeinderat)
Joe Bauer (Kolumnist und Flaneur).
Moderation: Hannes Rockenbauch (Sprecher des Aktionsbündnisses und SÖS-Stadtrat in Stuttgart)
Zur Großkundgebung mit Schweigemarsch des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 unter dem Motto “Wider den Sünden-Fall der Parkbäume und des Südflügels” am Samstag, 07. Januar 2012, die um 14:30 Uhr am Schloßplatz in Stuttgart beginnt, fahren wir wieder gemeinsam ab Karlsruhe. Es spricht unter anderem Hannes Rockenbauch (Sprecher Aktionsbündnis). Weitere Informationen hier.
Wir mit dem Zug und dem Baden-Württemberg-Ticket.
Treffpunkt: 11:30 Uhr vor dem Karlsruher Hauptbahnhof
Abfahrt: 12:05 Uhr
Ankunft: 12:58 Uhr
Wir bitten um eine kurze Anmeldungs-Mail an demofahrten-karlsruhe@gmx.net bis einschließlich Freitag, 06.01.2012, um den Kauf der Baden-Württemberg-Tickets besser planen zu können.
Ein aufregendes und spannendes Jahr 2011 geht nun dem Ende entgegen. Wir haben viel erlebt in diesem Jahr, Höhen wie Tiefen, und wir haben mitgewirkt daran, dass sich vieles geändert hat. Wir haben eine Regierung abgewählt, ein völlig verrücktes Bahnprojekt schwer ins Schwanken gebracht. Wir haben für viel Aufklärung gesorgt, der Projektablauf ist komplett aus dem Zeitplan, es haben sich etliche “Macher” die Zähne an uns ausgebissen und sind nicht mehr an ihrer Position. Bei der Volksabstimmung haben wir keine Mehrheit für unsere guten Argumente erreichen können, aber 1,5 Millionen Menschen vom “JA zum Ausstieg” überzeugen können. Wir haben viel erreicht, sehr viel sogar – wenn auch zu unser aller Leiden nicht alles.
Jetzt kommt das neue Jahr 2012 – wieder ein ausgesprochen Spannendes. Unseren Kopf und Verstand haben wir nicht bei der Volksabstimmung abgegeben. Unsere Argumente sind dieselben geblieben. Für Januar sind große Zerstörungen am Südflügen und im Schlossgarten geplant, ohne dass alle Zahlen und Fakten auf dem Tisch liegen oder alles fertig geplant wäre. Unsere aktive Präsenz ist also auch im neuen Jahr gefordert. Wir können vermutlich nicht verhindern, wenn Dinge unter Polizeischutz durchgesetzt werden, das konnten wir auch in der Vergangenheit nicht. Aber deutliche Zeichen setzen, das können wir auch weiterhin. Was wir schon längst wissen werden auch die Projektbefürworter früher oder später schmerzlich merken: Murks bleibt Murks, da hilft auch keine Volksabstimmung!
Ich persönlich gehe fast jede Wette ein: Stuttgart 21 scheitert und wird nie in Betrieb gehen! Die Frage ist (leider) “nur”, was bis dahin noch alles kaputt geht und wieviel Geld weiterhin verbrannt wird.
Ich wünsche Euch eine guten Start ins neue Jahr, tankt noch ein bisschen Kraft, und auch für 2012 gilt nach wie vor: OBEN BLEIBEN!
Pressemitteilung der Initiative „Baden unterstützt: Oben Bleiben! Kein Stuttgart 21!“
Die Initiative „Baden unterstützt: Oben bleiben! Kein Stuttgart 21!“ hat bei ihrer Sitzung am 07.12.2011 in Karlsruhe einstimmig beschlossen die Aufklärung über das Projekt Tiefbahnhof Stuttgart 21 und für die bessere Alternative Kopfbahnhof 21 fortzuführen.
Begründung:
Die Volksabstimmung am 27.11.2011 hat zwar gezeigt, dass ein Mehranteil an Wählern die im Finanzierungsvertrag vereinbarte Mitfinanzierung an dem Projekt unterstützt. Die Volksabstimmung hat aber nicht gezeigt, dass die Wähler eine Finanzierung über diesen Vertrag und über den Kostendeckel hinaus tragen wollen.
Der im Koalitionsvertrag festgeschriebene Kostendeckel in Höhe von 4,526 Milliarden Euro wird auf alle Fälle gesprengt. Die Deutsche Bahn AG, vertreten durch den Vorstand Herr Dr. Grube, hat schon wenige Stunden nach der Volksabstimmung vom Land Baden-Württemberg die Zusage zu Mehrkosten verlangt, verweigert aber bis dato die im Lenkungskreis geforderte Offenlegung der Kosten. Die Volksabstimmung hat auch gezeigt, dass 1.500.000 Wähler, das sind 41,1% der abgegebenen Stimmen, der Finanzierung und folglich dem Bau des Tiefbahnhofes nicht zustimmen.
Durch die Volksabstimmung hat sich die Situation des Projektes in keiner Weise geändert. Die Verfassungsmäßigkeit der Mischfinanzierung ist nach vor wie nicht geklärt. Dem Projekt fehlen immer noch baurelevante Planfeststellungen. Der getätigte Stresstest ist nachweislich manipuliert und somit entfällt die Legitimation für das Projekt. Die geforderte Barrierefreiheit und Rettungsmöglichkeiten sind im Tiefbahnhof nicht gegeben. Der Tiefbahnhof ist nicht in der Lage den geforderten integralen Taktfahrplan zu bewältigen. Der Bahnsteig des Tiefbahnhofes hat ein Gefälle welches nicht der europäischen Norm entspricht. Der bestehende und aufzurüstende Kopfbahnhof 21 ist dem Projekt Stuttgart 21 in allen Belangen überlegen und um ein Vielfaches preisgünstiger und zudem schrittweise realisierbar, nachgewiesen durch die Firma Vieregg/Rössler. Die Risiken für Mensch, Natur und Umwelt sind im hohen Maß vorhanden und können bis dato vom Projektbetreiber nicht entkräftet werden.
Die Initiative „Baden unterstützt: Oben bleiben! Kein Stuttgart 21!“ hält es für seine demokratische Pflicht den Bund, das Land und die Kommune vor diesem Projekt zu schützen, um nachhaltigen Schaden abzuhalten. Dazu bedient sich die Initiative aller durch Gesetz gegebenen Mittel und Wege.
Gezeichnet: Dr. Felix Schmidt-Eisenlohr, Michael Kaufmann (Sprecher der Initiative)
Am 07.12. 2011hatten wir in Karlsruhe unser Aufarbeitungs- und wie machen wir weiter Treffen.
Sämtliche anwesenden 24 Mitstreiter haben sich zum weiteren Widerstand und Aufklärung über das Projekt Stuttgart 21 erklärt.
Wir werden in Stuttgart weiterhin (Baden)Flagge zeigen wo es notwendig ist. Die Demos und Blockaden unterstützen und wir werden mit möglichst vielen Bürgern vor Ort sein wenn das Unfassbare tatsächlich eintritt.
Wir versuchen intensiv mit der Presse in Kontakt zu kommen um diese evtl. doch für die vielen Ungereimtheiten welche sich ja jetzt scheibchenweise bestätigen zu sensibilisieren.
Wir werden Flyer entwickeln unter dem Thema “Haben Sie das gewählt” oder “Sie haben das gewählt” um im geeigneten Moment die Bürger aufmerksam zu machen.
Und wir haben noch einige Dinge besprochen welche wir noch ausarbeiten und dann vorstellen wollen.
Stuttgart 21 darf nicht gebaut werden darüber sind wir uns einig. Wir sind uns auch einig, dass dies nur über den Kostendeckel und über die Juristen zu erreichen ist. Wir hoffen genau so auf die Privatbahnen, den BUND und europäische Vorschriften und wir wissen, dass dies alles nur funktioniert wenn wir alle nach wie vor präsent sind. Die Politik, die Lobby und die Bahn muss wissen, dass Einemillionfünfhunderttausend Baden-Württemberger diesen Murks nicht wollen.
Baden unterstützt: Oben bleiben! Kein Stuttgart 21!
Nach der Volksabstimmung gilt es zunächst einmal groß DANKE zu sagen:
allen 44.048 Karlsruhern, die mit ihrem JA für eine Mehrheit von 53.6% zum Ausstieg in der Stadt Karlsruhe gesorgt haben
allen JA-Sagern in den Landkreisen drum herum, die es ebenfalls auf ein beachtliches Ergebnis gebracht haben, wenn auch nicht zu einer Mehrheit
allen 1.509.462 Baden-Württembergern, die mit “JA” gestimmt haben (auch wenn das am Ende “nur” 42% der Abstimmenden waren)
den unzähligen Aktiven aus unserer Gruppe und allen weiteren Parteien und Gruppierungen, die besonders in den letzten Wochen mit unglaublichem, intensiven und unermüdlichem Engagement für unsere Sache, ein JA zum Ausstieg, aktiv waren und unsere Idee ins Land getragen haben
Das Ergebnis der Abstimmung steckt uns nun sicher allen noch in den Knochen und muss analysiert werden. Was aber schon jetzt sicher ist: auch nach dieser Abstimmung halten wir das Projekt Stuttgart 21 für falsch, voller Fehler, nicht finanzierbar und nicht zukunftsfähig. Murks bleibt eben Murks. Diese Überzeugung werden wir mit Sicherheit auch weiterhin vertreten. In welcher Form es nun ganz konkret weitergeht wird in nächster Zeit diskutiert und wird sich zeigen.